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Dienstag, 28. Februar 2012

Ich geb nicht auf

Heute, um ein wenig Promo zu machen für Nosliw, der an diesem Freitag in Bamberg im Morph Club spielt, mal zwei Posts!

Nosliw!



05.12.201 - Würzburg - Posthalle - Slammerleben (3)

Nachts um 2 mit anderen Slammern aus ner Kneipe geschmissen worden ...
Und dann zugesagt, dass ich morgen direkt wieder dabei bin.
Heute Platz 05 von 11 belegt. Gar nicht so schlecht.

Und ich hab weniger Nervösität verspürt als bei den letzten Malen vorher!
Das ist gut! Eine Entwicklung :)

Montag, 27. Februar 2012

FC Bayern München - Wie alles begann ..

Um 110 Jahre FC Bayern zu feiern (heute vor 110 Jahren wurde der Fc Bayern gegründet), zudem ein erfolgreiches Wochenende hinter uns liegt, ein kleines Video, das ich gerade zufällig gefunden hab.
Ob wir es als chaotisch, verrückt, fanatisch oder einfach mit einem komischen Humor abstempeln, ist mir ja egal. Lustig ist es trotzdem irgendwie.

Hans & Franz - Wie alles begann




(PS: Ich kündige hiermit nun mal etwas regelmäßigere Posts hier im Blog an. Die nächsten Beiträge sind alle schon vorbereitet und warten nur noch auf Freigabe, circa alle 2 Tage dürfte also wirklich ein neuer Post hier immer zu finden sein :) )

Samstag, 25. Februar 2012

Eiserner Steg

In all diesen Straßen,
kenn ich mich nicht mehr aus.




"Wer achtet auf mich jetzt,
dass ich mich nicht verlauf?
Und wenn ich jetzt falle,
wer fängt mich dann auf?
In all diesen Straßen
kenn ich mich nicht mehr aus.
Da ist niemand mehr der wartet,
der auf mich wartet
zuhaus"

Donnerstag, 23. Februar 2012

08.11.2010 – Bamberg - Morph Club – Geteilte Feedbacks (2)

Noja. Gestern dann Platz 4 von 7.
Letztes Mal Platz 5 von 6.

Wobei ich mich gestern nicht so gut fand wie beim letzten Mal. Also eher schlechter. Nervöser und so. Dann hat das Licht ewig geblendet - und gerade bei meinen Texten ist Augenkontakt zum Publikum sicher keine schlechte Sache. Aber wir sind hier ja nicht bei Wünsch-Dir-Was. Zudem war mein Mund total trocken auf der Bühne. Doof.
Soweit zu den negativen Sachen.

Die positive Seite ist, dass ich nun langsam "Bekannte" in der Slamszene hab. Beide Moderatoren (also Christian und Niels auch, der aufgetreten ist mit seiner Berlin-Geschichte) wollten mich (...) überreden, beim nächsten Mal auf jeden Fall wieder mit zu machen und auf keinen Fall aufzuhören. Dass meine Texte Texte sind, die die Leute berühren, die sie wollen und brauchen und dass ich auf jeden Fall dran bleiben solle, bissl reisen solle, um auf der Bühne bissl abgekochter zu werden!

Und Michael Jakob, der Featured Artist gestern, also derjenige, der außer Konkurrenz angetreten ist, weil er zu gut war für den Rest, hat mir seine Visitenkarte gegeben und gemeint, wenn ich Bock auf weitere Slams hätte, außerhalb von Bamberg, in ganz Franken, also Nürnberg, Fürth, Erlangen, Würzburg, Forchheim etc etc .. - Ich wär sein Mann und er wär sehr froh, wenn ich mich bei ihm melden würde. Bei diesen Slams gibts immer Fahrtkosten, dazu freier Eintritt, natürlich freie Verpflegung am Abend und bei manchen Slams sogar was richtig Gutes zu Essen vorher! Na da sag ich mal lieber nicht nein, wenn ich mal nen passenden Termin find!

Den Refrain vom Text gestern werd ich seltener bringen! Hab ich schon als Kritik gehört (nachdem ich sie gefordert hab) und seh das absolut ein!

Weitere Kritik bzw. Verbesserungsvorschläge?

Danke an Alle, die da waren und mich bissl supportet haben :)


Notiz im Nachhinein: Seit gestern, Samstag, 00.30 Uhr, ist Laurin Buser, der Gewinner des Slams in Bamberg (der dafür extra aus Basel angereist ist), nun auch DEUTSCHER MEISTER im Poetry Slam.

Diese blöden Favoriten aber auch immer!
Aber gut, klar, dass er dann er der FC Barcelona unter den Slammern ist und ich nur die Fortuna Düsseldorf. Eine Heimat, eine Liebe!

Mittwoch, 22. Februar 2012

So weit weg

An die Partyreihen dieser Stadt.





"Ich war so weit weg, von euerm Party-Scheiß in Clubs,
ich stand vermummt in den Straßen deiner Stadt,
war so weit weg von einem Plan im Kopf wie's weitergeht,
wird kein leichter Weg, doch ich bleib da stehen,
bleib bei dir wenn dies Licht fällt,
denn nur bei dir bin ich ich selbst.

...

doch wenn ich schreib is perfekt,
seh die Szene und ich merk ich bin so weit von euch weg."

Montag, 20. Februar 2012

25.10.2010 – Bamberg – Morph Club – Mein erster Slam (1)

Zu dem Zeitpunkt wusst ich noch nicht, dass ich an jedem weiteren Slam einen Bericht schreiben werde. Und dass ich weiter slammen werde. Noch viele Male. Doch lest die ersten Gedanken nach einem Slam selbst:


25.10.2010 – Bamberg – Morph Club – Mein erster Slam (1)

Montag Abend.
20.40 Uhr komm ich am Morph Club an. Die Türen sind geschlossen. Doch es stehen viele Leute davor!
Hab ich was vercheckt? Ists nicht heute? Doch! Die Tür ist nur zugefallen und wir müssen warten, bis wer von drinnen raus kommt.

Dann rein, noch sind nicht viele da – aber 20 Minuten später ist fast der komplette Morph voll. Die Spannung steigt. Ich erkunde mich noch kurz bei den Organisatoren, wie das nun alles hier ablaufen wird, krieg ein kostenloses „Astra“ (Astragegen?), vertreib mir noch ein wenig die Nervösität und setz mich dann in die Slam-Ecke, wo Gauner (Ein MC der frühen Hip-Hop-Stunden in Deutschland. Beispiele seiner Musik: http://www.youtube.com/watch?v=e2zxMdUVeLA&feature=related ) und ein anderer Slammer schon sitzen – die anderen Slammer haben sich noch bei ihren Leuten rumgetrieben, sind nie in die Ecke gekommen. Ich wollts mir aber nicht nehmen lassen, Gauner mal aus der Nähe zu betrachten – und einen Slam praktisch „von hinten“.
Als ich dann zu diesem Zeitpunkt erfahren habe, dass Gauner zudem außer Konkurrenz startet, hab ich meine Chance, eine Runde weiter zu kommen, gleich erhöht gesehen. Zuerst ging er nun auf die Bühne, um mit seinen Geschichten, die er schon in ganz Deutschland und über die Grenzen hinaus präsentiert hat, die Menge aufzuheizen. Dann gings erst zum eigentlichen Slam: Die 2 Moderatoren erklärten noch einmal die Regeln und losten dann aus, in welcher Reihenfolge die Leute antreten würden. Mir war klar: Derjenigen, der anfangen würde, hatte die Arschkarte gezogen – denn a) im Vergleich zu Gauner würde jeder versagen und b) die Menge war einfach noch nicht „heiß“.
In der Slam-Ecke konnte ich dann noch kurz mit einem anderen Slammer reden, ich hatte ihn gefragt, wie oft er schon aufgetreten ist. Antwort: „Ein paar Mal …“ – Das liess mich aufatmen. Ein paar Mal, wie gut kann er also sein. Als er dann aber nachschob „so circa 30 werdens sein“ war das natürlich auch wieder über den Haufen geschmissen. Als er hörte, dass es mein erster Auftritt war, hat er mir ein wenig Mut gemacht. Doch dann auch gleich „Oh Gott .. Du bist Erster“ zu mir gesagt, während ich gar nicht kapierte, was er von mir will. Und schon applaudierte das gesamte Publikum, ich wurde sozusagen auf die Bühne geschubst. Erwartet hatte ich, dass ich noch mindestens 2-3 Minuten hatte, weil die Moderatoren beim letzten Slam ewig lang noch einleitende Worte angebracht hatten. Dieses Mal nicht.
Also raus. 400 Augen sahen mich an. Diese 400 Augen in diesem Moment zu begrüßen hab ich dann erstmal vergessen, ich musste mich nun auf mich konzentrieren. Also angefangen .. „Ich stell Euch jetzt jemanden vor, den ich selbst nicht richtig kenn …“. Und durchgezogen. Die Augen der Leute verfolgten mich. Einen kleinen Textpatzer hatte ich, aber eigentlich nicht der Rede wert. Und gezittert hab ich wie blöd. Meine Beine, also Waden vor allem. Doch meine Hosen waren vermutlich zu weit, als dass das aufgefallen wäre.
Und so war ich dann wohl 5-6 Minuten oben und hab meinen Text präsentiert.
Als dann die letzte Zeile kam: „All die ganzen Jahre wars, als ob ich mich versteck – und mit nem viel zu kleinen Danke schenk ich Dir heute diesen Text“ fiel … blieb mir nur noch ein „Danke“ … und ich zog die sofortige Flucht in die Slammerecke vor.
Doch es war sensationell! Die Menge tobt. Lautes Pfeifen, jeder klatschte, sogar die anderen Slammer und Moderatoren applaudierten. Ich hatte es geschafft! Nicht fehlerfrei präsentiert, aber gut präsentiert. Und es ist gut angekommen!
Nun waren die Moderatoren wieder an der Reihe: Sie forderten die Jury dazu auf, ihre Wertungen abzugeben. 3, 2, 1, Hoch! Doch was sah ich da? Ich konnte von der Ecke aus lediglich 2 Wertungen einsehen: 2x 5er! Untergang also! Die restlichen Wertungen waren dann zwar besser (9, 7, 6), da aber die beste und die schlechteste Wertung raus fällt, hatte ich lediglich 18 Punkte. Und auch, dass die 5er und 6er ausgebuht wurden, von Publikum und dem Slammer neben mir, hat mir auch nicht viel geholfen. Dass 18 Punkte nicht viel war, war mir bewusst. Es musste also ein Wunder geschehen, dass das heute für mich noch weitergehen sollte. Als der nächste Slammer dann auf der Bühne war, versicherten mir die Moderatoren, dass ich eigentlich mindestens 24 Punkte verdient hätte und die Jury heute „echt komisch“ sei. Aber gut. So ists.
Die anderen Slammer waren dann die typischen 0815-Geschichten-mit-Wortwitz-Erzähler, sogar der, der über Eisbären im Zoo erzählt hat, im Aufzählungsstil, hat mehr Punkte als ich bekommen. Lediglich ein Mädel, das ein Märchen vorgelesen hat, hat sich noch hinter mich gedrängt. 5ter Platz von 6 also.
Dass der Slam dann letztendlich auch noch von jemandem gewonnen wurde, der es meiner Meinung nach gar nicht verdient hat und der vorher schon „49 %“ von den anderen Leuten geklaut hatte, macht meine Stimmung natürlich auch nicht besser.
Doch als dann nach dem Slam, als alles fest stand, mehrere Leute auf mich zu kamen, wildfremde Leute, die meinten, dass mein Text sie berührt hätte, dass er der beste war und dass die Jury heute mal wieder bewiesen hat, dass dieses 5-Personen-stimmen-ab-System nicht objektiv ist, hat mich doch sehr motiviert und mir Kraft gegeben.

Wie alles ausgegangen wäre, wenn ich nicht an erster Position gewesen wäre, sondern z.B. an der letzten?
Ich glaube eigentlich, dass ich eine sehr hohe Chance auf die nächste Runde gehabt hätte. Und ja, auch ich fand meinen Text, im Vergleich, auf jeden Fall am tiefgründigsten, am emotionalsten, am nachdenklichsten und überhaupt am menschlichsten. Was sind schon Wortwitze gegenüber Emotionen?
Aber gut. In 2 Wochen ist der nächste Jam. Viele Leute, neue Bekanntschaften in Facebook durch den Slam, aber auch mein Umkreis, der als Support dabei war, sagt, ich solle wieder auftreten. Ob ichs tu? Ob ich mich trau?
Ich weiß es noch nicht. Zu verlieren gibt es wenig.
Immerhin gibt es kostenlos Eintritt und alle Getränke sind kostenlos. 4 Bier umsonst zu bekommen für eine 6 Minuten-Präsentation auf der Bühne, an der man zudem sowieso nur wächst, das ist eigentlich nicht das Schlimmste auf der Welt.

Und wie sagt Jan Delay?
"Wenn da draussen jemand ist, der mich versteht - verkauf ich halt nur eine Platte"

Ob ich es ein weiteres Mal versuche? Ich glaube schon. Alles andere würde ich mir vielleicht nicht verzeihen. Schließlich war es eventuell nur ein Losgriff, der verhindert hat, dass ich erfolgreicher war. Und das nächste Mal seh ich dann wahrscheinlich, ob es wirklich nur das Los war. Oder ob ich mich überschätze.


Weitere Notizen am Rande:
- Mein Gedanke, nachdem der Witzeerzähler mehr Punkte hatte als ich: „Wenn was ist, ich bin bei Moe“.
- „Ich halte mich für den Besten, da kann komm´, wer will, deren „Super-Texte“ landen hier im Sondermüll!“
- Nachdem meine Begleitungen alle dann gehen, lauf ich noch ein wenig gen Innenstadt, um die Nacht und den Abend auf mich wirken zu lassen. Und wen treff ich? Das Mädel, das das Märchen erzählt hat. Wir essen zusammen nen Salat. Also ich. Sie Döner! Verkehrte Welt. Sie macht mir Mut, versucht mich zu überzeugen, dass ich es weiter probieren soll. Ja. Ich will es versuchen.

Samstag, 18. Februar 2012

Poetry Slam - Definition und Einführung

Hola Ihr!

Um Euch, bevor ich die chronologisch geordnete Berichterstattung zu meinen bisherigen Slams hier beginne, erstmal überhaupt ufzuklären, was genau "Poetry Slam" nun eigentlich sind, auch in der Theorie, ein "kleiner" Ausschnitt aus dem Wikipedia-Artikel. Wer sich fortbilden möchte: Jetzt hat man die Möglichkeit dazu! :)

Link zum gekürzten Originaltext: http://de.wikipedia.org/wiki/Poetry_slam

Poetry Slam

Ein Poetry Slam (sinngemäß: Dichterwettstreit oder Dichterschlacht) ist ein literarischer Vortragswettbewerb, bei dem selbstgeschriebene Texte innerhalb einer bestimmten Zeit einem Publikum vorgetragen werden. Die Zuhörer küren anschließend den Sieger. Die Veranstaltungsform entstand 1986 in Chicago und verbreitete sich in den neunziger Jahren weltweit, allein in Deutschland fanden 2009 an über 100 Veranstaltungsorten regelmäßige Poetry Slams statt.

Die Veranstaltung

Bezeichnung

Poetry Slam setzt sich zusammen aus poetry (englisch: „Dichtung“) und dem Verb slam (etwa: „zuschlagen, zuknallen; jemanden ins Gesicht schlagen“): Im Sport bezeichnet slam auch einen Volltreffer (Slam Dunk) oder ein wichtiges Turnier (Grand Slam). Alltagssprachlich wird slam auch für „scharfe Kritik“ verwendet; im US-amerikanischen Slang steht es für „jemanden runtermachen, vernichtend schlagen“. Im Wörterbuch Black American English findet sich unter dem Stichwort „slam“ erstmals 1994 die Erklärung: „competitive performance“.

Wettbewerb
Im Gegensatz zu einem Offenen Mikro, einer offenen Bühne oder einer traditionellen Lesung stehen die einzelnen Teilnehmer eines Poetry Slam untereinander im Wettbewerb. Dieser Aspekt dient vor allem dazu, das Publikum zum Mitfiebern und genauen Zuhören einzuladen, da die Zuschauer am Ende der Veranstaltung den Sieger küren. Der Wettbewerb soll dem Dichter (auch: Slammer, Slampoet oder Poetry Slammer) aber auch Feedback geben und als Ansporn für die Arbeit an Texten und Performance dienen.

Marc Kelly Smith, Gründer des ersten Poetry Slam und selbsternannter Slampapi, beschreibt das Format mit den Worten:

 „Poetry Slam ist ein Wettstreit der Bühnendichter, der Mitte der achtziger Jahre erfunden wurde, um das Interesse an Lesungen wiederzubeleben. Inzwischen hat sich Poetry Slam international als Kunstform durchgesetzt, die für ihre Interaktion mit dem Publikum und künstlerische Spitzenleistungen bekannt ist.“
Es gibt zwei Verfahren der Teilnehmerauswahl: Bei einer Offenen Liste darf jeder lesen, der sich vor Beginn der Veranstaltung in eine entsprechende Liste eingetragen oder zuvor beim Veranstalter angemeldet hat. Die Reihenfolge des Auftritts wird ausgelost. Beim Challenging System wird ein Teil der Slammer vom Veranstalter eingeladen (Featured Poets), die anderen Plätze werden über die Offene Liste vergeben. Ein Featured Poet kann auch vor dem eigentlichen Wettbewerb außer Konkurrenz und ohne Zeitlimit auftreten. Poeten, die vor dem eigentlichen Wettbewerb auftreten, um die Jury gewissermaßen zu eichen, werden als Opferlamm (engl. sacrifice) bezeichnet. Der Wettbewerbscharakter soll die Veranstaltung aber nicht dominieren, so das inoffizielle Slam-Motto von Allan Wolf.

Regeln

Teilnehmer bei Poetry Slams müssen folgende Regeln einhalten, die ebenfalls auf Marc Smith zurückgehen:
 „Die Texte müssen selbstgeschrieben sein, der Dichter darf keine Requisiten, Kostüme oder Musikinstrumente verwenden, und wenn der Poet das Zeitlimit überschreitet […], droht ihm Punkteverlust.“
Dabei sind alle literarischen Formen und Genres – beispielsweise Lyrik, Kurzprosa, Rap oder Comedy-Beiträge - erlaubt. In Deutschland variiert das Zeitlimit von Veranstaltung zu Veranstaltung, meistens beträgt es fünf Minuten, bei einer Überschreitung kann dem Dichter das Mikrofon entzogen werden.

Bewertung

Die Vorträge werden bei einem Poetry Slam vom Publikum oder einer Jury bewertet. In den USA vergibt meistens eine fünfköpfige Jury aus dem Publikum Noten von 1 bis 10. Der amerikanische Literaturveranstalter Bob Holman erläutert plastisch:
 „Eine null für ein Gedicht, das nie hätte geschrieben werden dürfen, eine zehn für ein Gedicht, das einen kollektiven Orgasmus im Publikum auslöst.“
In den USA werden die höchste und die niedrigste Note nach der Wertung gestrichen, um die Auswirkungen parteiischer Bewertung zu vermindern. Die Juroren werden angehalten, sowohl auf den Inhalt als auch die Art des Vortrags zu achten. Die Moderatoren (Slammaster) können die Jurymitglieder auffordern, ihre Bewertungen zu begründen.

Publikumsabstimmung
Publikum bei den deutschsprachigen Meisterschaften, Düsseldorf, 2009
Während die Juryabstimmung konventionelle Wettbewerbsjurys parodiert, soll der Gewinner bei einer Publikumsabstimmung, wie sie im deutschsprachigen Raum teilweise durchgeführt wird, gewissermaßen demokratisch legitimiert werden. Deshalb haben sich alternative Bewertungssysteme entwickelt, an denen das gesamte Publikum beteiligt wird: Die Zuschauer geben ihre Bewertung mittels Lautstärke und/oder Ausdauer des Applauses oder in Form von Stimmzetteln ab. Je nach Einfallsreichtum der Veranstalter können andere Mittel zur Siegerfindung eingesetzt werden: So werden Rosen in die Höhe gehalten, Dichtungsringe über Besenstiele geschoben, Pfennige in beschriftete Gläser geworfen oder Wäscheklammern am Körper des favorisierten Poeten befestigt.

Veranstalter

Als Slammaster werden die Veranstalter eines regelmäßigen Poetry Slam bezeichnet: Sie treten als Moderatoren auf und erfüllen in der Szene (Slamily) wichtige Funktionen als Netzwerker, Talentsucher und Berater, sie sind „Autoren, Verleger, Journalisten, PR-Strategen und Veranstalter in einer Person“.

Performance und Event

Grundidee des Poetry Slams ist, Texte nicht nur zu lesen, sondern in Form einer Performance vorzutragen, den eigenen Beitrag beispielsweise zu schreien, zu flüstern, zu jaulen oder zu keuchen. Auch rhythmisches und auswendiges Vortragen können den Eindruck eines Auftritts positiv verstärken. Die dargebotenen Texte sind oft für den Bühnenvortrag konzipiert und erschließen sich in gedruckter Form nur unvollkommen.

„Poetry Slam passt hinsichtlich seiner Strukturen und Funktionen außergewöhnlich gut in den Alltag einer von den Massenmedien und ihren Sendeformaten beherrschte Welt und sei es nur deswegen, weil die in Slam-Veranstaltungen vorausgesetzte Aufmerksamkeitsspanne auf die Konsumgewohnheiten des Publikums zugeschnitten ist.“

Aufgrund der verschiedenen Einflüsse ist Slam Poetry mit keinem einheitlichen literarischen Stil oder einer bestimmten Vortragsweise verbunden. Jeder Teilnehmer eines Poetry Slams folgt der eigenen Poetik, inhaltliche oder formale Vorgaben gibt es nicht. Auf Slambühnen finden sich deshalb alle Formen moderner Literatur und Sprachkunst, von klassischer oder moderner Lyrik und Lautpoesie über Kabarett- und Comedy-Beiträge bis zu Kurzgeschichten (sogenanntes Storytelling). So treffen auf der Slambühne mitunter ganz verschiedene Soziokulturen aufeinander, wie Peter Gruner polemisch formuliert:
 „Alle waren sie da: der sensible Lyriker mit dem Schmachtblick hinter der John-Lennon-Brille, der polternde Heavy Punk mit einer Mordswut im Bauch, der Freestyle MC, der so schnell rappte, dass er mitunter seinen eigenen Gedanken nicht folgen konnte, der theatralische Esoteriker mit seinen Drogenvisionen und der versoffene, puren Unsinn faselnde Boheme.“
Seit 1997 bestehen zudem auch die Deutschen Meisterschaften, 2011 fanden diese in Hamburg statt, 2012 sind Heidelberg und Mannheim als Gastgeberstädte geplant. Seit dem Jahr 2004 bestehen auch Weltmeisterschaften.

Mittwoch, 15. Februar 2012

Meine Worte

Maxim - Meine Worte


Läuft gerade alle paar Tage bei mir in Youtube,
allgemein ist Maxim, obwohl ich ihn gar nicht so konkret in eine Musikrichtung einordnen kann, wohl ein Künstler, den man gut und gerne weiter empfehlen kann.





"Und nun schaut Euch diesen Idioten,
geht und verspielt sein ganzes Glück.
Setzt alles auf ne leere Karte -
und will es dann wieder zurück."

Da hat er wohl nen Fehler gemacht, der Maxim.
Fehler gilt es also zu vermeiden.

Sonntag, 12. Februar 2012

Startschuss ins Jahr 2012

Hola Ihr!

Willkommen im Jahr 2012, Willkommen auf meinem Blog.
Nachdem ich nun den kompletten Januar eine kreative Pause gemacht habe,
melde ich mich hiermit wieder zurück.
Die Zukunft wartet nicht, dieser Blog will es auch nicht.

In meiner kreativen Pause hab ich mir viele Gedanken darüber gemacht, wie es mit diesem Blog nun weiter gehen soll.

Soll ich diesen Blog wirklich beenden, nur noch einen Link zu einem neuen Blog hier rein posten und einfach an anderer Stelle weiter bloggen? Oder macht das Bloggen doch mehr Aufwand als Sinn und für den Alltag macht das irgendwie doch einfach zu viel Stress? Jakobsweg war natürlich ne Ausnahmesituation, sowas muss man mal fest halten. Aber ob man einen Blog wirklich im eigenen Alltag unterbringen kann, wenn man doch sowieso schon genug vorm PC hängt, aber auch einfach in viele andere Bereichen sowieso mehr Zeit investieren möchte, ist dann doch sehr fraglich.

Einerseits hab ich mich von dem Gedanken, einen Blog zu führen, aber selbst zu wissen, dass man es ja doch nicht regelmäßig schafft, irgendetwas aktuell zu halten, weil die Zeit fehlt, ja doch abschrecken lassen. Ein langsam sterbender Blog ist etwas Traurigeres als ein Blog, auf dem man an einer Stelle sagt, dass es das nun war. Ende mit Paukenschlag.

Ich allerdings hab mich nun dafür entschieden, trotzdem weiter zu bloggen.

Ein Sammelsurium an Themen, die ich hier aufgreifen werde, hab ich mir schon zusammen gestellt. Und es wird in Zukunft sicher noch erweitert. Für diejenigen, die zu neugierig sind, was kommen wird, was kommen könnte, schon ein kleiner Vorgeschmack:

- Einerseits werde ich diesen Blog sicherlich dafür nutzen, schon eine Art Tagebuch zu führen. Dies mach ich zwar auch handschriftlich und natürlich viel persönlicher - aber in einer anderen Version kann man dies sicher auch online machen. Was dabei raus kommt, weiß ich noch nicht.
- In den letzten wochen hab ich schon einige Schnippsel aus ein paar Zeitungen zusammen geschmissen, einfach mit den Gedanken dazu: "Dazu müsste mal was gesagt werden!" Und wer weiß, vielleicht ist hier so ein kleiner, privater Blog doch eine schöne Sache, ein schöner Ort, um eben das auch zu tun.
- Auch wird dieser Blog hier nun Basis meines Slammerdaseins. Aktuell hab ich nun genau 20 Slams hinter mir, in der nächsten Zeit werde ich, chronologisch geordnet und etwas verändert, ich will ja schließlich niemandem auf die Füße treten, zu jedem Slam einen "Slambericht" posten. Diese hab ich zwar schon an anderer Stelle gepostet, mittelfristig will ich das aber dann hierher alles verlagern. Und die neuen Berichte kommen dann nur noch hier rein. Wenn ichs hinbekomm, könnte ich sogar Auftrittstermine hier posten, mal sehen.
- Sicherlich werde ich diesen Blog hier als Möglichkeit nutzen, wunderbare Musik, sowohl subjektiv für mich als auch (hoffentlich) objektiv für alle an den Mann zu bringen. Ich werde Euch damit nicht bombadieren, aber wenn nur ein paar musikalische Schmankerl dabei sind, die Ihr dann genauso sehr wie ich feiert, hat es sich hier schon gelohnt.
- Vermutlich lass ich es mir auch nicht nehmen, unveröffentlichte, aber auch schon veröffentlichte, aufgenommene oder bei Slams präsentierte, aus der eigenen Feder stammende, Texte zu posten. So ein Lied ist ja schließlich auch nach 3 Minuten vorbei, ein Slamtext nach 5-7 Minuten, vielleicht ist es auch mal an der Zeit, Texte online zu verarbeiten und zu präsentieren, so dass jeder, der den Text noch ein zweites Mal lesen will, dies auch tun könnte.
- Interessant wird für mich persönlich auch die Möglichkeit der Zeitschaltung, die dieser Blog ermöglicht. Heißt auf Deutsch, dass ich einen Blogpost schreiben kann, dann abspeichere und einstellen kann, dass er zu einer bestimmten Uhrzeit an einem bestimmten Datum gepostet wird, ohne dass ich mich dazu ein weiteres Mal einloggen muss. Ich kann also selbst gerade auf ner Party, im Wochenende, auf Arbeit oder sonstwo sein, mein Blog läuft weiter. Und interessant wird es sicher auch, ob sich dadurch, wenn ich weiß, dass z.B. um 00.00 Uhr etwas gepostet wird über eine Party, auf der ich bin, etwas bei/in mir verändert.
- Darüber hinaus: Eben alles, was ein Tagebuch so aus macht. Gedankenfetzen, Briefwechsel, Anekdoten, Witze, Bilder, Kurioses aus aller Welt. Ich setz mir da keine Grenzen, Ideen von Euch nehm ich natürlich auch gern entgegen.

Ich selbst bin wohl am meisten gespannt, inwiefern sich das Alles hier wirklich realisieren lässt. Ich nehme mir explizit nicht vor, an bestimmten Tagen zu posten, in bestimmten Tagesabständen oder Ähnlichem. Ich nehme mir lediglich vor, zu posten. Wenn ich Lust habe, wenn ich Zeit habe, wenn es mich danach dürstet. Alles andere findet Ihr dann in meinem richtigen Tagebuch. Oder Ihr schreibt und/oder sprecht mich an.

Auf dass diese Idee hier Früchte trage!

MaxiMucho

Mittwoch, 1. Februar 2012